
25 Mio.-Euro-Investment: Merck baut Prüfzentrum für Biopharma in Darmstadt aus
Merck erweitert seinen Life-Science-Standort in Darmstadt um ein neues BioReliance®-Prüfzentrum für die Freigabe biologischer Arzneimittel. Das Unternehmen investierte dafür 25 Mio. Euro und will den Standort so zu einem zentralen europäischen Knotenpunkt für analytische Prüfungen und Qualitätskontrollen ausbauen.
Das rund 2.000 Quadratmeter große Zentrum unterstützt Pharma- und Biotechunternehmen bei der Freigabe von Wirkstoffen und Arzneimitteln nach europäischen regulatorischen Vorgaben. Zum Leistungsspektrum gehören analytische Charakterisierung sowie GMP-konforme Stabilitätsstudien für Biologika, darunter monoklonale Antikörper und Zelltherapien. Angesichts der wachsenden Nachfrage nach biologischen Arzneimitteln rechnet Merck in den kommenden Jahren mit einem Ausbau der Belegschaft.
Standort: Milliardeninvestitionen in nur einem Jahrzehnt
Nach Unternehmensangaben profitiert der Standort insbesondere von seiner Nähe zu wichtigen klinischen Studienzentren in Deutschland, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Belgien und Italien. Dadurch sollen Entwicklungsprogramme und Markteinführungen in Europa logistisch und regulatorisch unterstützt werden.
Das neue Labor ist Teil des weltweiten BioReliance®-Netzwerks von Merck, das Prüf- und Analytikdienstleistungen für die biopharmazeutische Entwicklung anbietet. Dazu zählen unter anderem Biosicherheitsprüfungen sowie Verfahren zur analytischen Entwicklung neuer Therapien. Mit Plattformen wie Blazar® für den beschleunigten Virusnachweis oder Aptegra® zur Analyse der genetischen Stabilität von CHO-Zellen will Merck die Qualitätssicherung biologischer Arzneimittel weiter automatisieren und beschleunigen.
Die Investition fügt sich in eine Reihe größerer Ausbaumaßnahmen im Life-Science-Geschäft ein. 2024 eröffnete Merck ein neues Biosicherheitszentrum in Rockville (USA) und erweiterte seine Kapazitäten in Glasgow und Stirling. Insgesamt hat der Konzern seit 2015 nach eigenen Angaben rund 2,5 Mrd. Euro in seinen Stammsitz Darmstadt investiert.
Mit dem Ausbau reagiert Merck auf den wachsenden Bedarf an spezialisierten Freigabe- und Qualitätsprüfungen für komplexe Biologika und neuartige Therapien. Da regulatorische Anforderungen insbesondere für Zell- und Gentherapien kontinuierlich steigen, gewinnen spezialisierte Prüfdienstleister entlang der biopharmazeutischen Wertschöpfungskette zunehmend an Bedeutung.

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